Sylvia Dörnemann
Anima symphonialis est

Vita cantanda

1968 in Neuwied geboren wirkte Sylvia Dörnemann schon als Jugendliche in zahlreichen Festmessen und Konzerten im Großraum Neuwied mit. Nach der ersten Gesangsausbildung während der Schulzeit bei Elly Lauer verlief ihre berufliche Ausbildung zweigeteilt: Das Studium der Theologie in Bonn führte sie als Diplomtheologin in die Erwachsenenbildung. Gleichzeitig absolvierte sie in Privatstunden nicht minder leidenschaftlich die weitere gesangliche Ausbildung (Sopran) bei Eric Mentzel, Hanna Kopra, Barbara Schlick und Christine Wehler. Es folgten Workshops u.a. bei Maria Jonas (Köln), Stefan Morent (Tübingen) und dem Hilliard Ensemble.

An der Schnittstelle von Liturgie und Gesang war Sylvia Dörnemann an der inhaltlichen und musikalischen Gestaltung verschiedenster Konferenzen, Workshops und Gottesdienste im In- und Ausland beteiligt.

Hatte zunächst noch die Klassik ihr Wirken geprägt, erfolgte mit dem Jahr 1994 die Hinwendung zur Musik des Mittelalters. Mit Gertrud Granel gründete sie das Ensemble für Gesang und Drehleier „Vocdun". Es folgten Konzerte und Gottesdienste zunächst mit dem Schwerpunkt der Musik Hildegards von Bingen, weiterhin „Traditionals" des europäischen Sprachraumes. Durch ihre Aufgeschlossenheit für neue Projekte unterschiedlichster Art entstanden z.B. Choreografien mit Gesang, Instrumentalmusik und Tanz; Programme vom Tag der Trauer bis hin zum Valentinstag oder andere thematische Schwerpunkte.

Zahlreiche Konzerte gestaltete sie für Gesang und Orgel zusammen mit Prof. Dr. Wolfgang Bretschneider (Bonn). Seit 2005 singt sie in dem Frauenensemble Ars Choralis Coeln. 2017 gründete sie mit Matthias Höhn das Ensemble Voyages.

Die einzig wirklich bedeutsame und nie bereute Wende, die die Jahrtausendwende zufällig zeitgleich für Sylvia Dörnemann mit sich brachte, war die Entdeckung der Leidenschaft für die Musik der Renaissance und des Frühbarock, der sie sich seitdem intensiv widmet.